EU-Zwang zur Auto-Verschrottung? Neue Regeln für Gebrauchtwagen!

  • Liebhaber von Alt- und Youngtimer. Wieder eine Vorlage aus Brüssel...


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  • Deutschlands Regelwut...

    Wir ersticken langsam in Regeln, Gesetzen und Verordnungen... So ein Schwachsinn.

    - Ein Leben ohne Coupe ist möglich ...aber sinnlos -
                                                          
    Bernd Höpner Juni 2019

  • Uns harten Kern hier ficht das doch nicht an. Als ob wir unsere Karren jemals verkaufen wollen würden und auch noch ohne TÜV;-)))

    Nein aber im Ernst, offizielle Version dieser " Verordnung" soll wohl sein, die Schrottexporte ins Ausland, spez. nach Afrika einzudämmen/zu unterbinden. Inoffizell glaube ich eher an ein weiteres Detail/Baustein der sog.“Verkehrswende" im Rahmen dieser Agenda 2030. Aber darüber und das allg. Treiben in Brüssel lasse ich mich besser nicht weiter aus, könnte Bademantelpflichtig werden. Ratsam wäre aus Gründen, die Altsubstanz bis etwa BJ 2015 zu erhalten solange es geht bzw so lange der Moloch noch gnädig ist, es noch duldet und uns noch "gestattet".

    Der Knecht muss eilen, der Lord kann reisen.

    2 Mal editiert, zuletzt von ROTERBRECHER ()

  • Bernd, du scheinst irgendwie unzufrieden.

    Sind wir doch mal ehrlich. Gesetze und Vorgaben muss es einfach geben. Sicher kann man über das eine oder andere diskutieren, aber gerade bei alten Autos gibts da nichts schön zu reden.

    Da gehts auch nicht um super gepflegte Liebhaberwagen, die bei Sammlern in der Garage stehen.

    Die Sicht auf die Dinge unterscheidet sich natürlich auch immer mit dem Geldbeutel und der persönlichen Lage.

    Das Coupe habe ich auch nur noch, weil ich so viele Erinnerungen damit verbinde. Wirtschaftlich oder gar Ökologisch, sind die alten Kisten ein Katastrophe. Das merkt man auf dem Lande weniger als in der Stadt. Schaue ich mir hier die Straßen so an, dass sieht man schon sehr oft dicke Flecken unter alten Karren. Bei modernen Fahrzeugen sind Lecks eben nicht die Regel, bei alten schon. Auch die Lautstärke der alten Motoren und Anlagen macht in der Stadt auch viel mehr Probleme. Wenn wir in unserem Lieblingsrestaurant sitzen, merkt man das besonders. Es nervt schon genug wenn da am Freisitz die Autos entlang fahren. Sind aber alte Stinker dabei, stinkts auch noch und es vergeht einem der Appetit. Man könnte das unendlich fortsetzen. Alte Autos haben in einer Modernen Welt einfach nichts mehr im Alltag zu suchen. Sie sind Laut, stinken, tropfen, sind unsicher für Fußgänger, Radfahrer und auch für die Insassen. Sie verbrauchen oft viel mehr Benzin und emittieren hochgiftige Abgase zum teil ungefiltert in die Umwelt. Ich erinnere mich an das letzte Treffen. Da haben wir abgebrochen, weil das ganze Auto gestunken hat, dank meines Vorausfahrenden Coupe ohne Kat. Hinzu kommt noch die Verschrottungssituation in andere Länder. Dort gibt es keine Vorschriften und die Umwelt wird gnadenlos zerstört. Wenn man dann nicht mehr Ort leben kann und will, kommen die Leute zu uns. Wie das endet, sehen wir in den USA und auch in Frankreich.

    Ich weiß dass viele das nicht verstehen wollen. Sie verbinden Emotionen aus der Vergangenheit damit und interessieren sich nicht dafür, was sie damit anderen zumuten.

    Seit ich im Alltag ein E-Auto fahre, verstehe ich ebenfalls nicht mehr, wieso man sich so einen Stinker ins Haus holen soll. Bis auf die Reichweite ist das E-Auto in wirklich allen Belangen besser im Alltag, als jeder andere Verbrenner, den ich je besessen habe.

    Dass ich damit nicht sie Welt rette, ist mir bewusst. Ich habe aber noch kein einziges Argument gehört, wieso ein altes Auto besser sein soll, als ein modernes Fahrzeug.

  • ...

    * Ersatzteilspender wird es dann auf Dauer nicht mehr geben und somit kommen Teile entweder aus Eigenproduktion, FernOst oder das

    geliebte Auto wird verschrottet oder ziert den Vorgarten.

    >90% der exportierten Fahrzeuge aus Deutschland, gehen in die Ostblockstaaten, wo man den Fahrzeugen entweder ein zweites Leben

    spendiert oder schlachtet. Die Teile kommen dann wieder in den Kreislauf und was nicht benötigt wird, geht in die Entsorgung. Zu den

    südlichen Gefilden, habe ich unten noch etwas geschrieben.

    * Mein Coupe ist zum Glück nicht inkontinent, da es auf die Pflege ankommt. Die Autos, die 30 Jahre und mehr überlebt haben, sind meist

    Liebhaberfahrzeuge, die kaum bewegt und gut gepflegt werden. Ein Kulturgut.

    * Bei den meisten alten Autos wäre es möglich, die Abgasreinigung nachzurüsten oder sogar deutlich zu verbessern. Nur leider interessiert

    das den Staat nicht. Ebenso sind die Kraftstoffe deutlich besser geworden und bald soll es flächendeckend HVO100 geben. Somit, ist die

    Diskussion schon spürbar entschärft.

    * Wer sich mit dem Thema Abgasreinigung schon einmal in der Tiefe beschäftigt hat weiß, wie sich Kraftstoffe zusammensetzen und was

    eigentlich problematisch ist in dieser Thematik. Das sind nicht die Autos auf unseren Straßen, sondern der Flugverkehr. Kersosin, was

    u.a. auch in unseren Gasturbinen eingesetzt wird, wenn man wieder Flaute ist und die Kohlemeiler nicht genügend liefern, ist eines

    der schmutzigsten Kraftstoffe überhaupt. Der Gesamtverbrauch der BRD müsste man der Fahrzeugflotte einmal gegenüberstellen und

    dann wird schnell klar, was hier passiert. Beim Flugzeug gibt es keine Abgasreinigung hinten am Triebwerk und im Endefekt sieht es hier

    aus wie in den 70ern. Somit müsste man erst das Fliegen abwickeln, bevor man ans Auto geht ;)

    * Die meisten Exportländer, gerade Afrika, haben Einfuhrsperren für Altfahrzeuge verhängt. Das ist nicht neu. Was man aber auch erwähnen

    sollte, dass es möglich ist, in diese Länder den Batterieschrott sowie die Carbon-Fahrgastzellen (Sondermüll; gibt keine Kreislaufwirtschaft) zu

    entsorgen. Da für E-Fahrzeuge diese Einfuhrhürden nicht gelten, wird dieser Sondermüll legal wieder in die Schwellen- und

    Enwicklungsländer zurück geführt, bei denen man teils vorher die Bodenschätze unter Umwelt-und Menschenfeindlichen Bedingungen für

    die Batterieherstellung, geschürft hat

    * Technologieoffenheit. Weiter wäre es heute auch möglich, den Fahrzeugbestand, der sich in den meisten Fällen über den Lebenszyklus

    bereits u.a. bzgl. CO² armotisiert hat, sauber und umweltbewusst weiter zu betreiben. Dies ist aber auch nicht gewollt, da u.a. die Industrie

    vom Verkauf lebt und nicht von der Nachsorge. Bei E-Fahrzeugen weiß man heute, dass sie bereits nach 10-15 Jahren das Ende des

    Lebenszyklus erreicht haben (Batterie; Technologiefortschritt; Software; ec.pp)

    Warum "nur" E-Fahrzeuge. Es gibt auch Alternativen wie Wasserstoff, IPA, HVO u.v.w.

    * Bei einem E-Fahrzeug gibt es natürlich auch Vorteile, auch wenn die Nachteile wie Ressourceneinsatz, Reparaturfähigkeit, Reichweite,

    Anhängelast, Reibwertverluste, Fahrzeuggewicht, Entsorgung u.W... dagegen stehen.

    Sie sind leise (ist u.U. auch ein Verbrenner), sie haben eine gute Straßenlage (haben auch viele Verbrenner), sie stinken nicht nach Abgasen

    (haben meine modernen Verbrenner alle nicht mehr und bei den alten kann man nachrüsten), Ladezeiten sind mittlerweile deutlich

    besser geworden...


    Verbote und planwirtschaftliches Wirken haben noch nie dazu geführt, dass sich eine Gesellschaft Wirtschaftlich erfolgreich entwickelt, denn, genau das Gegenteil war immer der Fall. Nur wer den Menschen die Freiheit gibt, sich selbst für das in seinen Augen "Beste" zu enscheiden, wird eine wiederstandsfähige, offene, freie und mit technologischem Vorsprung einhergehende zukünftsfähige Wohlstandsgesellschaft vorfinden.


    Fazit. Ich genieße erst einmal noch meine Kisten ohne schlechtes Gewissen :)

    • Offizieller Beitrag

    Man merkt recht deutlich, dass jetzt die Angst vor einem zweiten Cuba aufkommt. Die Leute kaufen keine Neuwagen, die H-Zulassungen nehmen zu und die Bestandsflotte wird immer älter im Schnitt.

    Aber das einzige was uns dazu einfällt, sind neue Verbote.

    Jetzt sollte man sich erst mal fragen warum die Leute plötzlich keine Neuwagen mehr kaufen. Noch könnte man ja auch Verbrenner neu erwerben, falls für einige der Schritt zum BEV nicht passt.

    Die Medien sprechen gern von zu hohen Preisen und angespannter Wirtschaft.

    Die Wahrheit ist aber das die neuen Autos für die breite Masse immer unattraktiver geworden ist.

    Ich habe da etliche Freunde, die ihren Dienstwagen öfter Wechseln. Die ersten Fragen sind dann immer: gibt es eine Codiermöglichkeit um die ganzen nervigen Assistenten dauerhaft auszuschalten? Warum baut ihr nur noch so schmierige Touch-Displays ins Auto?

    Die Leute sind von neuen Autos Einfach genervt und erhalten lieber das was sie haben.

    Ich habe auch beim Motorsport einen mehrfachen Millionär kennengelernt, der mir erzählte, dass er allein 2024 25 Autos gekauft hat. Alles fast-Neuwagen, alle von vor 2022 (da ging das los mit der Überregulierung im Auto) und alle kosten sechsstellig. Er hat im Alltag auch einen Porsche Taycan turbo S, den er aber nicht besonders mag und bis ans Lebensende sich daher Fahrzeuge gesichert hat, die ihn glücklich machen.


    Mit Verboten kommt man hier nicht weiter. Die Quittung schickt uns gerade die gesamt deutsche Wirtschaft.

    Der Automobilbau steckt in seiner schwersten Krise. Über Jahrzehnte aufgebaute Wettbewerbsvorteile sind dahin, die eigene Identität verraten.

    Manche unken dazu schon wieder, das liegt an der verschlafenen Wende zur e-Mobilität aber das ist bullshit mit Blick auf den Weltmarkt. Außer China und da auch nur im A- und B-Segment hat kein ländermarkt einen nennenswerten BEV-Anteil und schlimmer noch kein Hersteller verdient damit wirklich Geld.

    Sichtbarer wird das vermutlich in paar Jahren. Die niedrigen Restwerte und hohen Produktionskosten der BEV werden zum großen Problem. Schon jetzt steigen damit die Leasingraten und sind trotzdem nicht deckend. Als Gewerbekunde ist es billiger einen Audi RS6 zu leasen wie einen Q6 Etron.

    Planwirtschaft hat sich einfach noch nie bewährt. Und wenn die Hersteller aufgrund von Regulierungen und fehlender Planungssicherheit nicht das fertigen können, was der Kunde sich wünscht und damit in Krisen rutschen, dann ist das einfach nichts anderes als das Ergebnis von Planwirtschaft.

  • Ich sehe schon ,ich bin im völlig falschen Forum um solche Sachen zu diskutieren.

    Fakt ist, wer sich an die Vergangenheit klammert, hat in der Zukunft zunehmende Probleme.

    Ich komme sehr viel rum in der Industrie. Da gibt es die, die auf alte Technologien setzen und die, die neues wagen.

    Den Firmen die alles machen wie früher geht es zunehmend schlecht. Die sind unflexibel und können viel zu träge auf Veränderungen reagieren.

    Alex:

    Ich gehe da nicht ganz mit mit deiner Einschätzung. Ich sehe keine Überregulierung. Mir sind natürlich nicht alle Vorgaben im Detail bekannt, aber die meisten Dinge haben mit Sicherheit und Verschmutzung zu tun. Das kann man nicht ernsthaft ablehnen.

    Und deine Beobachtung mit den Autos kann ich in meinem Bekannten und Kollegenkreis so gar nicht feststellen. Wer es sich leisten kann, kauft sich ein BEV. Wer einmal drin gesessen hat will den Stinker nicht mehr. Es sei denn, man hängt generell an alten Dingen. Besser waren die aber meist nur für einen selber.



    @Sportwagen:

    Auch deiner Argumentation kann ich nicht folgen.

    BEVs haben viel einfacher zu diagnostizierende Systeme, kaum Mechanik im Antrieb und es gibt keine Anfälligen Dinge wie Kupplungen oder komplexe Getriebe. Mal ganz abgesehen von Hochdruckpumpen, Injektoren oder Verkokungen im Ansaugtrakt.

    Die Frage ist ja, für wen sind sie schlechter zu reparieren? Für jemanden der sich nur mit Mechanik auskennt sicher. Für Menschen aus der Elektronik ist das dann doch recht einfach.

    Auch die Herstellung und Entsorgung ist viel einfacherer. Die Prozesse sind bekannt und das Recycling von z.B. Akkus ist sogar in Deutschland jetzt schon möglich. Nur fallen noch gar keine relevanten Mengen an defekten Akkus an. Was in 15-20 Jahren ist, weiß niemand. Ich kann einfach nicht verstehen dass sich diese Märchen so lang halten.

    Deine alternativen Antriebsarten sind keine Alternativen. Ganz vorne dabei ist Wasserstoff. Er ist einfach ungeeignet um ein Fahrzeug anzutreiben. Es gibt keine Vorteile gegenüber dem BEV. Wasserstoff ist teuer in der Herstellung und schrecklich ineffizient. Der Tankvorgang dauert 20 Minuten oder länger. Je nachdem ob man 300 bar oder 700 bar Systeme nutzt. Außerdem hat jedes Wasserstoff/Brennstoffzellen- Fahrzeug ebenfalls eine Batterie. Dann kann man sich das auch gleich sparen.

    HVO ist ebenso eine Erfindung. Das Zeug ist sau teuer in der Herstellung und es sind einfach nicht genug Ressourcen dafür verfügbar. Genau so sieht es aus bei E-Fools. Da ist schon die Idee ziemlich bescheuert, Strom zu verwenden und CO2+Wasserstoff um Benzin daraus zu produzieren, der dann wiederum Krebserregende und hochgiftige Abgase in die Umwelt pustet.


    Man kann es drehen wir man will. Am Ende ist bei Effizienz, Umwelt und Kosten immer das BEV die Lösung, die im Moment ganz vorn ist.

    Ich weiß ja dass da ganz viele Sachen sind, die gerne als Gründe angegeben werden, warum diese blöden E-Kisten scheiße sind.

    Es konnte mir aber noch nie jemand sagen, was denn am Verbrenner besser ist. Denn die vermeintlichen Vorteile erkauft man sich auf Kosten anderer.

    Ich jedenfalls würde keinen Verbrenner mehr kaufen.

    Meine Liste ist lang:


    1. Vorklimatisierung

    2. kostenlosen Strom vom Dach

    3. Kostenloser Strom vom Chef ;)

    4. Halbe Kosten an der Ladesäule gegenüber Benzin

    4. Absolut leises Fahren

    5. Kein Scheibenkratzen mehr

    6. Kein Aufheizen im Stau

    7. Klima und Heizung auch ohne laufenden Motor verfügbar ( so kann man mal den Hund oder die Kids im Auto lassen )

    8. Absolut geringe Unterhaltskosten.

    9. Kaum Bremsenverschleiß ( nein sie gammeln nicht )

    10. Keine Ölwechsel

    11. keine Zahnriemenwechsel

    12. keine defekten Injektoren

    13. keine defekten Hochdruckpumpen

    14. keine Verkokungen


    Na ich hör mal auf. Wir schweifen hier auch vom Thema ab. Es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt aber was soll ich mit nem fiktiven 5l Diesel, der im Winter mit einer Tankfüllung 1000km kommt!?

    Die Zeiten von Kat und Endschalldämpfer ausbauen sind eben nun mal vorbei.

  • Mann mann, Tino...

    Du bist ja ziemlich eingefahren in deiner "neuen Technologie" Versessenheit.

    Ich kann dir ganz ehrlich sagen, das es nett ist einen BEV zu fahren aber es definitiv nicht so ist das man nichts anderes mehr fahren will wenn man einmal einen hatte. Wir haben einen ID4 und ich meinen Peugeot Hybrid, und eben mein Coupe, aber das Allheilmittel ist keins von allem. Jedes für sich hat seine Reize, Vor- und Nachteile.
    Alleine was heute ein Neuwagen kostet, ist schon der Wahnsinn.

    Bei der Verodnung geht es vor allem darum das alte Autos die nicht mehr den Vorschriften entsprechen und Schrottreif sind nicht als Müll ins Ausland gelangen. Ja meine Güte dann sollen sie die Ausfuhr solcher Sachen eben verbieten. Das wäre einfacher.

    Diese Vorschirft geht definitiv zu weit. Ich weiß ja nicht ob du das Video überhaupt gesehen hast.

    Es kann doch nicht sein, das ich ein Auto direkt verschrotten muss, wenn es keinen Tüv mehr bekommt. Ich habe ja nicht mal die Möglichkeit es auszuschlachten und die Teile für andere Fahrzeuge zu verwenden, oder es wegzustellen um es zu restaurieren oder was auch immer. Nein, es soll direkt verschrottet werden und man muss einen Nachweis darüber einreichen. So ein Mumpitz. Da wird eindeutig zu weit in meine Eigentumsrechte eingegriffen. Und ich glaube auch nicht das das Gericht bestand hat. Kann ja nicht sein das ich mit einem alten Klassiker der keinen Tüv mehr bekommt direkt zur Schrottpresse fahren muss.


    Und nein, ich bin überhaupt nicht unzufrieden mir geht es gut, danke der Nachfrage. Gesetze, Regeln, Vorschriften sind wichtig um ein geregeltes miteinander zu gewährleisten, keine Frage. Wenn aber angefangen wird über jeden Scheiß eine zwanzigseitige Verordnung zu erstellen die kein Mensch versteht und die völlig sinnbefreit ist, dann kann ich das gar nicht leiden. Und ich kann dir sagen wir sind Weltmeister in so was. Wenn der Krümmungsgrad einer Banane wissenschaftlich festgelegt werden und in einer Vorschrift verankert werden muss dann läuft etwas gewaltig schief. Deutschland ist ein Bürokratiemonster an unnützen Regeln und Vorschriften.

    Alleine der Schilderwald beim Autofahren, kaum ein Meter wo kein Schild steht, alles genau nach Paragraph geregelt. Ein neuer Kreisel entsteht, und an einem neuen Kreisel müssen sagenhafte 30 Verkehrschilder stehen weil ein erwachsener mündiger Bürger es sonst nicht schafft ordnungsgemäß durch diesen Kreisel zu fahren ? Fahr mal durch Dänemark, wie entspannt man dort Autofahren kann ohne das 20 Schilder auf 50 Meter kommen. Das klappt hervorragend.

    Diese ganzen Verordnungen machen mir unter anderem auch mein Berufsleben schwer. Es gibt neue Verordnungen, die keiner versteht, die nirgends richtig erklärt werden, wo ich aber Strafe zahlen muss wenn ich mich nicht daran halte. Alleine letzte Jahr gab es wieder 3 neue davon. Letzte Woche hat ein Industriekunde angerufen der möchte jetzt von mir von allen meinen Artikeln die Zolltarifnummern, weil er die angeben muss um sich an die neuen Entrodungsverordnung des Regenwaldes halten zu können. Wohlgemerkt ich habe zigtausende von Artikeln, und ich soll ihm jetzt für jeden einzelnen die Zolltarifnummern erfragen und rüber schicken ? Gehts noch ?
    Mache ich das nicht kann er bei mir nicht mehr bestellen, der Aufwand ist aber so hoch, das ich das gar nicht leisten kann.

    Aus dem Land der Dichter und Denker ist das Land der Regeln und Verordnungen geworden... Goethe würde sich im Grabe umdrehen ;)


    Gruß,

    Bernd

    - Ein Leben ohne Coupe ist möglich ...aber sinnlos -
                                                          
    Bernd Höpner Juni 2019

  • Ich denke keiner möchte hier E-Autos wirklich madig machen oder die Vorteile dieses Antriebskonzepts ernsthaft in Frage stellen. Ich bin auch schon E-Autos gefahren und auch schon mal im Tesla Model 3 Performance unseres Ex-Coupefreundes Hitman 371 mitgefahren, was übrigens ein prägendes, klasse Erlebnis war.

    Nach diesen Erstkontakten bin ich E-Autos gegenüber prinzipiell sehr positiv eingestellt, könnte mir sogar vorstellen selber eins zu kaufen. Fährt sich wirklich sehr angenehm.

    Was diese Fahrzeuge für mich als Privatkäufer (nicht Dienstwagenschnorrer) hauptsächlich unattraktiv macht ist zum einen der teilweise politisch gesteuerte, künstlich in die Höhe getriebene Preis dieser Kisten in EU und zum anderen die meist totale Funktionsüberfrachtung mit Internetanschluss, was im Zweifel, in gewissen Lagen oder bei Bedarf auch gewisse Eingriffe und Überwachungen von aussen zuliesse, die ich aus Prinzip schon ablehne. Sowas will ich einfach nicht in einer Karre haben, völlig übers Ziel hinaus geschossen. Die Schallmauer dieses Treibens liegt wohl irgendwo um 2016 als sowas zunehmend forciert wurde. Ferner wäre für mich auch schon die einigermassen geschmacklose Optik vieler aktueller Fahrzeuge eine Disqualifikation, die mich davon abhielte, mehrere zehntausend Euro in so einen Karren zu versenken. Bei Privatkauf isst das Auge schliesslich mit, da hab ich keinen Bock auf unnötig überdimensionierte Vehikel mit entgleisten Designs.

    Ich habe mal einen Artikel über den elektrischen Nuova Fiat Panda 2025 gelesen, weil ich Dummerchen dachte, das wäre doch vielleicht was für mich, falls es mein alter Benzinpanda irgendwann mal gepackt hat. Als dann der EINSTIEGSpreis von völlig abgehobenen 25k€ für einen aufgepumpten "Klein"-Wagen im Möchtegern SUV Format auf den Tisch kam, war es direkt vorbei.

    An anderer Stelle hatte jemand vom Fach mal aufgedröselt, wie und warum diese hohen Preise in EU zustande kommen, warum das Auto hier 6-8k€ teurer ist als es tatsächlich nur sein bräuchte und warum es ihn hier scheinbar nur elektrisch geben soll, während er in anderen, aussereuropäischen Märkten auch ganz normal mit kleinem Benziner wie seither für zivile 13-14k€ Einstiegpreis erhältlich ist.

    Allein schon solche Gebaren, wenn man ein bisschen Einblick in die Hintergründe dieser Dinge bekommt lässt mich maximal auf Distanz zum Thema E-Auto-Kauf gehen. Verschaukeln kann ich mich auch alleine.

    Fazit. Ich genieße erst einmal noch meine Kisten ohne schlechtes Gewissen

    Das kannst Du auch.

    Das schlechte Gewissen sollten ganz andere Leute haben ua. auch die, die einem dieses schlechte Gewissen gern vermitteln möchten. Schaut man mal über den Automobilen Tellerrand raus in die Welt, was, weswegen und in welchem Umfang da sonst noch so für Emissionen in wirklich erheblichen und bedenklichen Ausmaßen in Luft und Erdreich geblasen werden und wie sch...egal das in diesen Fällen oft plötzlich alles ist, weis man doch Bescheid in welchem Game man sich befindet und muss sich angesichts dessen mit seinem verschwindend geringfügigen, KAT und EuroX gereinigten Kleinverbrennermotörchen weissgott kein schlechtes Gewissen eintrichtern lassen. Da wären wohl erstmal etliche andere an der Reihe.


    Tesla M3P 8-)

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe die letzten vier Jahre ja am BEV mitentwickelt in Antriebsfunktionen und kenne damit natürlich auch die Vorzüge der Technologie.

    Den Fahr-und Antriebskomfort finde ich auch unübertroffen. Da ist alles gut.

    Trotz über 1000nm fand ich die Teile trotzdem langweilig. Emotional erreichte mich bisher kein einziger BEV, einfach weil ich als Fahrer da rausgenommen bin. Ich drücke nur fast forward und ab geht’s wie in der U1 nur schneller.

    Aber auch ein 2.0TDI hat in mir vorher keine Gefühlsausbrüche erzeugt, daher geht das als Ersatz für die breite Masse schon klar.

    Aber genau da liegt vielfach auch das Problem. Die breite Masse hat eben nicht die Photovoltaik auf dem Dach und den Parkplatz mit Stecker vorm Büro. Wenn dir das fehlt oder du Pendler in den ländlichen Raum bist, hast du damit Leider verloren. Ich war oft genug auf Erprobungen unterwegs mit den BEV‘s quer durch Europa. Und dann schneckst du mit 110-115 km/h rum, um die nächste ladesäule Noch zu erreichen, wo Du dann wieder 30min rumstehen kannst in der walachei.

    Also da sehe ich leider echt keinen Fortschritt. Und so lange wir keinen nachhaltig produzierten Strom da reintanken, bei der Produktion verwenden und ein echtes Recyclingkonzept für die Akkus haben, braucht mir da auch niemand was von Umweltfreundlichkeit erklären.

    Am Ende ist eine Technik aber immer nur so gut, wie sie auch wirtschaftlich ist.

    Und wie Stefan schon sagt, da kostet selbst ein Panda plötzlich 25k und Fiat legt dabei noch Geld in jedes Handschuhfach weil es ihnen zumindest hilft CO2 Strafen zu umgehen.

    Die Chinesen haben sich nebenbei auch 80% der Rohstoffe für Batterien gesichert. Da sie lieber ganze Autos als Rohstoffe verkaufen, kommen da auch weitere Teuerungen auf uns zu.

    Die endabrechnung kommt aber noch. Denn wer wird mal ein 8 Jahre altes Elektroauto kaufen? Alte Batterie, alte Software, teils unberechenbare Wartungskosten lassen Restwerte schmelzen. Das belastet am Ende immer das Konto der Verbraucher - sei es durch Verluste beim Verkauf oder eben generell steigender LeasingKosten.


    Für mich gibt es einen wirklich charmanten Einsatzbereich für BEV und das ist der in kleinen, günstigen Stadtautos. Gerade auf der Kurzstrecke gibt es nichts besseres.

    Ich will auch nicht sagen, dass wir bis in alle Ewigkeit ein Feuer auf dem kolbenboden machen sollten für unsere Mobilität aber ich hoffe, wenn sich die fast religiösen Denkweisen mal Wieder lockern und Man technologieoffen Ingenieure das Thema Mobilität noch mal neu denken lässt, dann könnte man mit anwendungsbezogenen Antriebskonzepten Ökologie, Ökonomie und auch fahrspass mal wieder in Einklang bringen.

  • Na jetzt weiß ich auch, warum es bei Audi so schlecht steht. Du warst beteiligt ;)

    Was machen wir denn nun mit den Ersatzteilen? Ich horte ja schon seit Jahren immer mal wieder Teile in meiner Garage.

    Es zeigt sich aber, dass immer genau das kaputt geht, was ich nicht liegen habe....

  • Aber genau da liegt vielfach auch das Problem. Die breite Masse hat eben nicht die Photovoltaik auf dem Dach und den Parkplatz mit Stecker vorm Büro.

    "Breite Masse" ist das Stichwort, um kurz noch mal zur ominösen, politisch propagierten "Verkehrswende" abzuschweifen. Es tut zwar nichts zur Sache aber beleuchtet man das Thema mal etwas genauer, stellt man fest, dass die breite Masse in dieser Agenda eigentlich gar nicht mehr vorkommt. Der Individualverkehr in der heutigen Form ist für die breite Masse mittelfristig so nicht mehr vorgesehen.

    Das würde allein schon auf Grund der Energieinfrastruktur nicht funktionieren. Man stelle sich vor es gäbe nach einem fiktiven Verbrenner-Ende tatsächlich genauso viele E-Mobile wie jetzt Verbrenner. Soviel Strom gäbe es gar nicht, ein mächtiger Teil dieser Fahrzeuge wäre ja permanent am Laden.

    Das auf das Ziel der Eindämmung des Privatverkehrs bereits forciert hingearbeitet wird, merkt man an allen Ecken und Enden. Finanziell auf allen Ebenen was das Thema Kfz betrifft, dadurch wird zukünftig ein erheblicher Teil der Leute schon mal ausgesiebt, die sich diesen Luxus wohl schlicht nicht mehr leisten können dürften. Immer neue drangsalierende Verordnungen und Richtlinien in vielen Bereichen um das Kfz; respektlose, dreiste Fahrzeugpreise, Werkstattpreise, völlig abgehobene Führerschein- und Versicherungskosten für Fahranfänger, HU/AU Kosten jährlich steigend, scheinbar ohne Limits nach oben, Verkehrsraum in Städten wir künstl. verknappt, Thema Altautos usw.

    Autofahrer und die, die es werden wollen werden mehr und mehr geknechtet, das ganze aber geschickt in Salamitaktik und über 5 Ecken, damit sich der oberflächliche Betrachter keinen Reim darauf machen kann. Für Interessierte wird das Schema allerdings durchschaubar und offensichtlich aber das nur nebenbei... ;)

    Der Knecht muss eilen, der Lord kann reisen.

  • Hi Alex,


    Wir sind ja nun oft mit dem ID4 von meiner Freundin unterwegs, und waren sogar damit im Urlaub in Dänemark.
    Emotionen hat so ein Auto null. Das ist schon sehr komfortabel, ja, aber das es jetzt wirklich spass macht.. .naja.

    In einem muss ich dir aber widersprechen, und ich war auch sehr überrascht wie gut das funktioniert: Man braufht keine eigene Wallbox am besten mit Solaranlage. Klar ist das das optimum, aber Mensche die in Merhfamilienhäusern wohnen ohne Chance auf eigene Wallbox, oder Ladesäule direkt vor der Tür haben damit absolut kein Problem. Man muss halt umdenken, man fährt nicht laden wenn der Akku leer ist sondern lädt wenn sich die Gelegenheit ergibt einfach solange wie man da gerade zu tun hat. Es gibt mittlerweile so viele Ladesäulen, das hätte ich auch nicht gedacht. Beispiel: Man fährt in den Supermarkt einkaufen. Da gibt es mittlerweile an fast jedem größeren Supermarkt Ladesäulen. Also stellt man sich dort dran, (Hat den Vorteil das man immer einen Parkplatz hat auch wenn der Rest des Parkplatzes voll ist) und lädt einfach für die Dauer des einkaufes. Im Normalfall reicht das aus um den Wagen so voll zu bekommen wie man möchte.
    Selbst bei der Fahrt nach Dänemark gar kein Problem. Irgendwann als nur noch 40, 50 Km im Akku waren drückt man am Navi auf Ladesäule, entdeckt dutzende Ladesäulen die in der Nähe sind, sieht auch direkt welche defekt, welche besetzt oder welche frei sind, und steuert die an. Dann geht man nen Kaffe trinken und isst ein Brötchen, geht kurz aufs Klo, und schon ist der Wagen wieder voll. Von lange rumstehen und warten kann nicht wirklich dir Rede sein. Also so rein technisch funktioniert das schon sehr geil. Aber wie gesagt ist halt alles sehr clean und steril ohne emotionen. Ich brauche das nicht unbedingt. Und, was du schon sagst: kaufen kann man sowas eigentlich nicht, weil die einen enormen Wertverlust haben. Wer kauft einem denn einen gebrauchten E-Wagen ab wen der 8, 9 Jahre alt ist ? Alte Batterie, Software veraltet, neuere Fahrzeuge kommen weiter und laden schneller, sowas altes will dann niemand. also geht eigentlich nur leasing. Aber was passiert denn mit den ganzen Leasingrückläufern ? die stehen dann auf Halde. Das alles und die horrenden künstlich hoch gehaltenen Preise veranlassen a uch mich, beim nächsten Wagen auf einen weiteren Youngtimer als Alltagsauto umzusteigen.

    lg, Bernd Höpner



    - Ein Leben ohne Coupe ist möglich ...aber sinnlos -
                                                          
    Bernd Höpner Juni 2019

    • Offizieller Beitrag

    Hi Bernd, vielerorts funktioniert das wirklich super, da bin ich bei Dir. Aber das hängt stark von Region, Lebensgewohnheiten und Fahrprofil ab.

    Zwei Beispiele aus meinem eigenen Umfeld: ein Freund von mir ist Projektleiter bei BMW und hat den Mini Electric betreut. Mit serienanlauf war klar, das er den will. Er hat eine Eigentumswohnung mitten in München und wollte direkt ne wallbox installieren. Der Energieversorger lehnte aber ab. Das Netz in der Straße gibt es nicht her sein Haus mit 8 Parteien zu versorgen.

    Also wallbox gestrichen. Dann meinte er an öffentlichen Säulen zu laden. Aber in München hat er da kaum ne Chance zu der Zeit wo er heim kommt. Er fuhr oft ewig durch die Gegend, um mal nen Ladeplatz zu bekommen. Über Nacht in erlaufbarer Nähe fast unmöglich, fuhr er oft an den Stadtrand und hat da die Zeit in Einkaufszentren totgeschlagen, ohne da wirklich was einkaufen zu wollen.

    Nach 4 Monaten hat er den Mini schweren Herzens verkauft. Hat für ihn einfach nicht funktioniert.

    Beispiel Zwei ist mein Schwager. Er hat nen skoda eniyaq als Dienstwagen. Er wohnt im speckgürtel von Stuttgart und auch er darf in seiner Tiefgarage keine wallbox installieren. Er darf aber tagsüber in der Firma laden und kommt somit gut klar. Anspruchsvoll wird es nur wenn er Dienstreisen macht, wo er oftmals durch längere ladepausen die gesetzliche Höchstarbeitszeit überschreitet und so schon manchmal unter 100km von zu Hause ein Nacht im Hotel verbringen musste.

    Auch wenn er zu den Schwiegereltern aufs Land fährt in 550km Entfernung haben wir hier paar mal das Problem gehabt, dass er während des Abendessens noch mal zum Laden in die Stadt musste, damit wir am nächsten Tag nen geplanten Ausflug machen konnten. Er mag den skoda trotzdem aber stellt auch fest, dass mit der zunehmenden Anzahl von BEV es für ihn gerad nicht leichter wird auf seinen Strecken. Er musste auch schon öfter mal 15min warten, um an einer ladesäule erst mal dran zu kommen und auch er kann das selten mit Standzeiten verbinden, die er auch so hätte.

    Also mir persönlich ging das immer auf den Sack unterwegs laden zu müssen.

    Ich renne selten in Einkaufszentren oder in der Stadt rum und könnte da auch nichts mit der Ladepause verbinden.

    Für mich wäre es daher verlorene Lebenszeit wenn ich nicht im Büro oder daheim laden kann, wo ich mich sicher stets länger aufhalte.

    Natürlich geht das trotzdem irgendwie alles. Manche ziehen mit ihrem ID4 auch nen Wohnwagen durch halb Europa und berichten stolz das sie es geschafft haben.

    Mich erinnert das manchmal an die DDR-Zeiten. Die Nachbarn meiner Eltern berichteten da auch oft voller Stolz wie sie mit ihrem Trabant bis nach Bulgarien gefahren sind und im Dachzelt schliefen.

    Find ich bis heute bemerkenswert, ich verspüre aber trotzdem nicht das Bedürfnis es nachzumachen ;)

    Wenn ich mir auf dem bayerischen Dorf eine wallbox hinhängen darf, würde ich mir wahrscheinlich in paar Jahren einen kleinen gebrauchten Stromer kaufen, der den großen Wertverlust hinter sich hat. Den aber nur für die täglichen Kurzstrecken. Da habe ich dann auch keine großen Ansprüche dran.

    Gruß Alex

  • Nach 2,5 Jahren kann ich selber mein eigenes Fazit schließen. Bei mir funktioniert alles wunderbar. Mit 30 - 45 tkm im Jahr muss ich im Normalfall, außer bei Ausflügen über meinen Radius hinaus, nicht Auswärts laden.


    Einen Tip kann ich trotzdem noch geben.


    Es braucht nicht immer eine Wallbox. Eine Stinknormale 3,6 KW CEE (Dauerstrom) Dose ist für die meisten Fälle ausreichend, wesentlich günstiger als die komplette Wallboxabwicklung und besser Realisierbar, auch in Mehrparteienhäusern.


    Bei mir hängt der Dicke permanent am Rüssel mit gedrosselter Leistung (5 A bei 230 V auf 3 Phasen) durch die geringere Ladeleistung nimmt er gut den selbst produzierten Strom mit (größeres Balkonkraftwerk) und selbst wenn er nur die Zwischenzeit nach Dienstende bis zum Start steht lädt, kann man gut 50-60% nachladen. In der Regel starte ich auch ganz selten mal mit vollen Akku. Weil man es auch nicht braucht. Bei weiteren Reisen wird am Zielort oder Spontan auf der Bahn nachgeladen immer wenn wir gestoppt haben.


    Mittlerweile werden auch schon neue Tiefgaragen mit den blauen Dosen ausgerüstet, Man tut es den nordischen Ländern gleich. Ich find auch, wenn das System permanent funktionieren soll, dieses System die besser Lösung ist, als nur auf Schnellladen zu setzen.


    DC im Bedarfsfall ( Fernstraßen und ggf. Einkaufscenter) für alle anderen Bereichen einfache Nuckeldosen.

  • Ich habe neulich auf Kleinanzeigen eine Anzeige für einen E60 530d aus 2007 mit 420.000km gesehen. Der sollte so um die 4.200 kosten (ob er verkauft wird, vermag ich nicht zu sagen). Da sieht man, wo die Reise hingeht: nach "Kuba".

    Ich habe seit 5 Jahren kein Auto mehr gekauft und warte halt ab. Ich kann nämlich recht gut 5 Jahre lang kein Auto kaufen, ein Autokonzern kann aber nicht 5 Jahre lang überleben, wenn alle, wie ich, mal 5 Jahre lang kein Auto kaufen. Und wenn dann noch die Chinesen auf den Markt drängen sieht es duster mit der EU Autoindustrie aus. Aber die Konzernvorstände (insbesondere bei VW) hatten ja eigene Vorstellung von der Erziehung ihrer Kunden.

    Was Elektroautos angeht, müsste ich 30-40.000€ oder mehr investieren und hätte dennoch nix, was auf mein Nutzungsprofil (wenig Fahrleistung im Jahr aber dafür dann extrem lange Strecken) passen würde. Wenn ich das gleiche Geld in Wertpapiere investiere, kann es gut sein, dass ich den Unterhalt und die Reparaturen der bestehenden Fahrzeuge rein aus den Erträgen finanzieren kann.

    Fazit: ich warte mal ab, wohin die Reise geht.

    • Offizieller Beitrag

    Interessant, so als unbeteiligter und ewiggestriger "Stinker-Fan" die Debatte über das Für und Wider der heutigen Antriebskonzepte für Automobile zu verfolgen. Hat irgendwie etwas von einem Glaubenskrieg, scheint mir. Mit meinen mittlerweile 72 Lenzen werde ich mich daran nicht beteiligen. Nur soviel. Wenn man seit Studentenzeiten (1973) an alten Fiat und Alfa geschraubt hat, will man heute nichts anderes mehr. Und richtig ist: Ich kann zwar Doppel- und Mehrfachvergaseranlagen mit antiquierten Unterdruckuhren einstellen, aber sicher kein E-Auto reparieren. Ansonsten beobachte ich ganz emotionsfrei die Entwicklung auf dem Automarkt. Das Konzept, das die meisten Leute überzeugt, wird sich in der Marktwirtschaft erfahrungsgemäß auch durchsetzen. Ob das E-Auto das Potential dazu hat, bleibt abzuwarten. Bislang sehe ich das eher nicht. Nur eines wird es in einer E-Auto-Welt wohl nicht mehr geben: Oldtimer! Und damit keine entsprechenden Werkstätten, Spezialisten, Zeitungen, Treffen, Messen - und Enthusiasten - mehr. Schade in meinen Augen. Aber das werden Jüngere, die das Auto selbst fahren lassen, um währenddessen mit dem Handy zu spielen, nicht wirklich vermissen.

  • Das hat doch nichts mit Glaubenskrieg zu tun. Das beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wenn die einzige Sorge ein defekter Akku und eine kleinere Reichweite ist, dann zeugt dass doch einfach nur davon, dass man sich damit einfach nicht beschäftigen möchte. Es zwingt dich ja niemand so eine E-Möhre zu kaufen. Es sind immer wieder die gleichen Geschichten. Als von Vergaser auf Einspritzung umgestellt wurde, gab es genau de gleichen Argumente. Das kann niemand mehr reparieren, das versteht keiner und in 30 Jahren ist das alles Schrott. Dann kam mehr und mehr Elektronik in die Fahrzeuge. Auch unser Coupe hat in den verschiedenen Ausbaustufen mehr oder weniger Elektronik. Steuergerät sind nun mal in fast jedem Wagen verbaut. Auch hier hat man behauptet, dass die in 30 Jahren keiner mehr reparieren oder gar auslesen könne. Nun sind die Kisten 30 Jahre und man kann nach wie vor reparieren und auch Fehler auslesen. Genau so wird es mit den E-Kisten werden. Auch hier werden sich Leute finden, die sich mit der Technik beschäftigen und diese in 20 oder 30 Jahren reparieren können und dies auch tun werden.

    Die gibt es im Übrigen heute schon. Dank Internet ganze Communities, welche sich mit dem Reengineering der heute verbauten Technik beschäftigen.

    Seht nicht immer alles so schwarz. Die Vorteile überwiegen einfach und energetisch ist es einfach Irrsinn den Sprit zu verbrennen und in die Luft zu pusten. Das hat mir meine Chemielehrerin vor 25 Jahren schon gesagt. Geglaubt habe ich das damals auch nicht.

  • Naja, die Sorge ist im Moment, dass ich heutzutage den "defekten Akku" bei einigen Autos teils in den Türen, teils im Unterboden, teils unter der Rückbank und teils sonstwo oder an allen Stellen gleichzeitig habe und ein Austausch fast immer ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Als einziges wartungsfreundliches Modell käme mir da im Moment das Model-S und mit Abstrichen der BMW i8 in den Sinn.

    Es hat nichts mit Glaubenskrieg zu tun, wenn ich da erst einmal abwarte, aber anerkenne, dass beim E-Auto schon gewaltige Fortschritte gemacht wurden und ich in einigen Bereichen Tesla und den VW Konzern (jaja) durchaus noch als Vorreiter sehe.


    Ob es energetisch Irrsinn ist, den Sprit zu verbrennen und in die Luft zu pusten, ist durchaus fraglich. "Sprit" hat halt eine weit größere Energiedichte als jeder Akku. Demzufolge vernichte ich einen Teil des Effizienzgewinns des Elektromotors durch das Mitschleppen eines schweren Akkus. Da muss auf jeden Fall noch was passieren. Nicht zu sprechen, von dem Paket aus zweifelhafter Akkuchemie, Alterung und Ladungsverlusten beim Akkupack. Nach Afrika exportieren würde ich solch einen defekten "Gifthaufen" auch nicht wollen, da käme mir die EU Regelung durchaus zupaß.

    Mein Schwiegersohn in spe erfreut sich derweil an einem Audi 100 C3, einem Oldtimer, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, wenn man den Unkenrufen damals geglaubt hätte.