Kleine Ursache - große Wirkungen! Wie kleine Unachtsamkeiten böse Überraschungen bringen.

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    Hallo, Forumsmitglieder,

    ich möchte euch heute mal an einer Erfahrung teilhaben lassen, die sich, so unscheinbar sie zunächst erschien, zu einem großen Problem hätte auswachsen können. Kürzlich habe ich bei meinem 20 VT routinemäßig die Zündkerzen gewechselt. Alles kein Problem, wie es zunächst schien. Doch bei einer Fahrt nach Berlin und zurück - ca. 400 Kilometer von Leipzig aus - schien der Motor nicht die volle Durchzugskraft zu haben, ruckelte gelegentlich sogar. Insgesamt besserte sich aber die Situation auf der Rückfahrt, ich gab wieder richtig Gas und kam auch problemlos wieder in Leipzig an. Das leichte Leistungsminus blieb aber und ich beschloß, bei nächster Gelegenheit mal den LMM zu checken. Dieses nächste Mal kam vorgestern. Ich fuhr ca. 200 Kilometer von Leipzig in mein Wochenendhaus bei Spremberg, wo sich meine Schraubergarage befindet. Das Auto lief nicht schlecht, nur richtig hohe Geschwindigkeiten erreichte ich auch "mit Anlauf" nicht. Wieder dachte ich an den LMM, aber auch an mögliche Probleme mit dem Turbo, an eine schadhafte Zündspule oder, da die Symptome zeitnah nach dem Wechsel der Zündkerzen auftraten, an eine möglicherweise nicht richtig festgezogene Kerze. Die letzten 40 Kilometer vor dem Ziel bestehen aus Landstraße mit einigen Ampeln. Beim Warten an einer davon hörte ich einen Auspuffsound, der wenig mit dem eigentlich geschmeidigen Blubbern des 20 VT zu tun hatte. Daher dachte ich, daß er von einem anderen der wartenden Autos stammte. Beim Anfahren bei "Grün" wurde mir aber mit Schrecken klar, daß das ungute Geräusch von meinen eigenen Motor kam, der anscheinend nicht mehr auf allen Zylindern lief. Merkwürdigerweise lag die Drehzahl im Stand aber konstant bei ca. 800 U/min. Zuvor war mir gelegentlich aufgefallen, daß sie manchmal im Leerlauf ohne erkennbaren Grund zwischen 800 und 500 Touren schwankte. Wieder ein Indiz für ein Problem mit dem LMM? Kurzum, ich suchte einen Standplatz an der Landstraße und entfernte die Abdeckung der Zündspulen, den Kabelstrang mit allen daranhängenden 5 Spulen und sämtliche Kerzen. Bei der Kontrolle letzterer fiel mir auf, daß die des 5. Zylinders leicht feucht war, im Unterschied zu den anderen, die ein normales, gleichmäßiges Brennbild zeigten. Beim Leuchten in die einzelnen Zylinder zeigte sich, daß der Kolben des 5. Zylinders ebenfalls feucht wirkte, nicht wirklich naß, aber eben feucht. Nun sah ich mir das Auspuff-Endrohr an. Während es bei Antritt der Fahrt noch eher braun/schwarz aussah, wand sich jetzt ein ziemlich breiter hellgrauer, fast weißer Streifen aus dem Rohr - ein Zeichen, für eine partiell sehr heiße Verbrennung. Jetzt kontrollierte ich die Zündspulen genauer und entdeckte etwas, das mir vorher beim Ausbau völlig entgangen war. Da das Kabel zur Spule von Zylinder 5, das ganz rechts am Kabelstrang sitzt, das kürzeste ist und beim Herausziehen des Kerzensteckers aus dem Schacht kaum lang genug ist, dieses zu bewerkstelligen, ohne hart daran zu ziehen, hatte ich es beim Einbau der neuen Kerzen vom Kerzenstecker abgezogen, um den Kabelstrang zu schonen. Zur Fixierung auf der Spule hat er - wie alle vier anderen auch - ein Metallklammer, die ein Abrutschen des Steckers verhindert. Diese unscheinbare Klammer, die mit ihren beiden unteren Enden in die Nut des Steckers einrastet, war nur einseitig eingerastet, die andere Seite nicht, so daß der Stecker nicht richtig fixiert wurde, und sich während der Fahrt ein ganz klein wenig - je nach Erschütterung - auf und ab bewegen konnte. Damit hatte/hatten vermutlich ein oder auch zwei der drei Steckerkontakte einmal Kontakt zur Zündspule, ein anderes Mal wohl nicht. Ich drückte das lose Ende der Klammer wieder in seine Nut und baute alles unter Verwendung von WD40 wieder zusammen. - Was soll ich euch sagen? Das Auto fuhr wieder, wie ein 20 VT es soll, keine Beschleunigungsschwäche mehr, kein Ruckeln, kein Leerlaufsägen, und der Auspuff zeigt keine Anzeichen einer zu heißen Verbrennung mehr. Immerhin dürfte dem Kat der unverbrannte Sprit, den er verdauen mußte, kaum gut getan haben und ein Zylinder, der mal zündet, das andere Mal nicht, ist auch nicht ideal. Bisher konnte ich zum Glück keine negativen Auswirkungen feststellen. Das Auto fährt - wie gesagt - so, wie ich es kenne. Dennoch ist als nächstes der LMM zur Kontrolle und evtl. zur Reinigung dran. Kann wohl auch nichts schaden bei inzwischen fast 232.000 Kilometern auf der Uhr.


    Grüsse an alle,

    Micha

  • Hallo Micha, ja so kanns gehen manchmal, wenn man nicht 1000% konzentriert bei der Arbeit ist oder sich eine gewisse Betriebsblindheit einstellt, solls ja geben sowas...😅

    (Das war auch immer ein bisschen mein Bedenken im Hinterkopf als ich die ganzen Gummitüllen im Motorraum getauscht hatte und dabei alle Stecker ausgepint werden mussten😱. Wenn das mal gut geht...😅)

    Aber gut, dass Du den Fehler schnell gefunden hast und vor allem nichts kostspieliges passiert ist.

    Den LMM Sensor mal mit Bremsenreiniger ansprühen ist keine schlechte Idee, das haben wir vor 20 Jahren hier in der Nürnberger Ex-Coupe-Clique auch schon gemacht.


    Mir ist letztes Jahr übrigens ein ähnliches Malheur passiert als ich mit dem Coupe bei meinem Klimaspezi war und er die Anlage nach dem Kondensatortausch wieder auffüllen sollte. Kurz davor bauten wir noch fix den neuen Trockner ein, weil das zeitnah geschehen muss und da ging er mir ein bisschen mit zur Hand, schraubte den Drucksensor ab und sowas. Was mir eigentlich nicht passte, weil er bis auf die Befüllschrauben der Klimaanlage noch nie überhaupt irgendwas an einem Fiat Coupe geschraubt hatte, geschweigedenn im 20VT Motorraum.

    Problem für mich dabei war, dass er halt so richtige Propellerpfoten hat(ein Grobmotoriker), was in der Enge 20VT Motorraums und dem vielen Gedöns rund um den Klima-Trockner alles andere als vorteilhaft ist. Naja seis drum, am Ende alles wieder zusammengebaut, die Klimaanlage lief wieder perfekt und gut.

    Auf meiner nächsten grösseren Autobahnfahrt stellte ich allerdings leicht beunruhigt etwas fest, dass das Coupe noch nie hatte. Die explosive Power war weg, es fühlte sich wie 50PS weniger an und beim Gasgeben gab es einen leichten Jojo Effekt.

    Nun hatte auch ich begonnen den Fehler in der Ecke zu suchen, wo wir wenige Tage vorher alles zerlegt hatten und wurde fündig. Das Problem verursachte ein viel zu straffer, zugeknickter Unterdruckschlauch am Pierburgventil, das beim Zusammenbau entstanden ist, wenn die kleinen Kabel und Schläuche dort einfach irgendwie und verdreht wieder zusammenklatscht und drangeschraubt werden ohne es in Ruhe genau so zu verlegen, wie es vorher war. Was man sich natürlich vorab merken muss, statt wie ein Beserker erstmal alles stumpf abzuschrauben🙄. Wenn man nicht alles selber macht...😅.

    Naja, habe das dann alles wieder korrekt gemacht und das Coupe fuhr wieder gewohnt gut.

    Kleine Ursache-Große Wirkung...


    Zwei Bilder noch von der Schose

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    Das kann ich gut nachempfinden, "Hilfe" beim Schrauben habe ich eher auch nicht gern und "Grobmotoriker" schon gar nicht. Das kleine Malheur mit der Halteklammer ist mir wahrscheinlich deshalb passiert, weil ich den Kerzenwechsel in der Tiefgarage gemacht habe. Dort ist es stockdunkel und ich hatte nur eine zwar helle, aber auf den Punkt strahlende Montageleuchte zur Hand. Daneben gab es jede Menge Schattenspiele, wodurch ich wohl den falschen Sitz der Klammer nicht bemerkt habe. - Ich weiß schon, klingt nach billiger Ausrede, und für gutes Licht muß man halt vorher sorgen. Übrigen hatte ich gestern in der Stadt schon wieder einen leicht "sägenden" Leerlauf und leichtes Ruckeln im mittleren Drehzahlbereich. Das kann nun effektiv nichts mehr mit den - neuen - Kerzen zu tun haben. Vielleicht doch der LMM? Kannst du mir vielleicht aus dem Stegreif sagen, welche Größe von Schlauchschellen ich für den LMM brauche. Ich weiß nämlich nicht, ob ich die anschließend wieder drauf und vor allem fest bekomme. Ein Werkzeug, die originalen Schellen wieder zu spannen habe ich nicht. Was würdest du mir da empfehlen? Ich wollte einfach neue, nicht originale zum Schrauben kaufen.

  • Die Originalschellen vom LMM sind sog. Cobra Schellen, die sind wiederverwendbar. Die werden mit einem Schlitzschraubenzieher ganz vorn an der übergeschnappten Metallzunge aufgehebelt und springen dann auf.

    Nach getaner Arbeit kann man die Verschlüsse wieder an den alten Auflageflächen positionieren (die "rasten" dort quasi ein bisschen ein) und dann die Metallzunge mittels Seitenschneider oä. wieder über ihr Gegenstück ziehen und einclipsen.


    Alternativ könnte man den LMM auch an Ort und Stelle lassen und nur den Stecker mit dem Sensor dort abschrauben. Aber Obacht, ich hab den noch als ganz graziles, feines Teil in Erinnerung. Bloss mit Reiniger absprühen, nicht dran rumputzen😅.

  • Wart Micha, ich hab das bei meinem gerade auch fix gemacht, weil ich öfters ein geringes Leerlaufsägen habe, wenn ich mit heissem Motor über die Garagenschwelle fahre. Dann fällt der Leerlauf kurz ins Tal und fängt sich dann wieder.


    Darum kann ich jetzt mit ein paar genaueren Infos und Bildern dienen.

    Also Sensor abschrauben fällt wegen Deppentorx mit Punkt (Foto) aus, bleibt also nur LMM ganz rausmachen. Falls die Wiederverwendung der Originalschellen zu fummlig ist-der gebrauchte Durchmesser für Schraubschellen ist etwa 87mm. Wobei man die Originalschellen mit einer mittig angesetzten Rohrzange ganz bequem wieder zusammenclipsen kann. Schraubschellen sind an der Stelle eigentlich relativ unnötig.


    Morgen mache ich bei der Gelegenheit gleich noch nen neuen Luftfilter rein, der alte ist nicht mehr so pralle, hat schon etliche Jahre auf dem Buckel und aus dem Papier wird langsam Pappe😅.

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    Danke für die Fotos. Das mit dem "Deppentorx" war mir eben auch aufgefallen und ich hatte mich schon gefragt, wozu der gut sein soll. Aber deine Erklärung mit der Schelle klingt simpler, als ich es mir gedacht hatte. Werde es mal so angehen. Was den Luftfilter angeht, hat er bei mir keine Chance, alt zu werden. Spätestens alle 20.000 Kilometer fliegt der raus, ebenso wie die Kerzen, d.h. jede zweite Saison.


    Gruß,

    Micha

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    Hi, ich nochmal! Ich habe jetzt den LMM, sprich: nur den Sensor, ausgebaut. Es gibt tatsächlich einen "Deppentorx", der vorne an der Klinge ein kleines Loch hat, in das der komische Pin in den Schrauben genau hineinpaßt. So konnten das LMM-Gehäuse und die Schellen an ihrem Platz bleiben. Wußte gar nicht, daß ich solche Torx-Schlüssel in meinem Werkzeugkasten habe. Nun liegt also der Sensor vor mir auf dem Tisch. Viel ist nicht zu sehen, da die wesentlichen Teile so nicht zugänglich sind. Das Teil scheint aber aus zwei Elementen zu bestehen, einem schwarzen und einem grauen, die zusammengesteckt und mittels eines Dichtringes und vierer "Plastiknasen" miteinander verbunden sind. Ich nehme an, daß man die beiden Teile vorsichtig voneinander trennen muß, um das Innenleben des Sensors gründlich zu reinigen. Ist das richtig? Und zweitens habe ich gelesen, daß man zur Reinigung Bremsenreiniger verwenden kann/soll. Es soll aber auch einen speziellen Reiniger für das Teil geben. Weiß jemand, ob das zutrifft und falls ja, wie der heißt, bzw. wo er zu bekommen ist? Ein bisschen viel Fragerei, ich weiß, aber ich will's halt richtig machen.


    Grüße,

    Micha

  • Hallo Micha, ja wenn man so einen passenden Torx Schlüssel hat, verlieren auch diese komischen Torxschrauben mit Stift ihren Schrecken😅.

    Den Sensor lass bitte komplett zusammen gebaut, so wie er ist. Das Risiko versehentlich unnötige Kollateralschäden an dem feinen Zeug zu verursachen ist nicht gering. Es geht bei der Reinigung ausschliesslich um das eigentliche schmale, weiße Sensorelement, das sich in diesem Kunstoffkäfig befindet. Alles andere ist uninteressant in Bezug auf die Reinigung. Dieses Sensorelement einfach nur absprühen und an der Luft trocknen lassen-fertig. Keine Läppchen, Wattestäbchen ect.

    Einsprühen reicht komplett, um eventuelle geringfügige Beläge, die die korrekte Luftmengenerfassung aber sehr beeinflussen können zu entfernen.

    Bremsenreiniger kann man schon nehmen, der reinigt das zwar schön, soll aber aufgrund seiner chem. Aggressivität im Fall des empfindlichen Sensors suboptimal sein. Google sagt, zur Not kann auch Kontaktspray genommen werden. Ich habe diesmal IPA-Reiniger genommen, ein schonendes Zeug für Elektronikkomponenten. Isopropanol oder Spiritus dürften auch funktionieren.

    Vor 20 Jahren haben wir das aber wie gesagt auch einfach mit Bremsenreiniger gemacht und die Sensoren habens alle überlebt;-).

    Einen speziellen Reiniger für LMM gibts aber auch. Von Liqui Moly wohl.


    Vorhin war ich übrigens zum Autowaschen mit dem Coupe und dem frisch gereinigten Sensor unterwegs.

    Ich weiss nicht, ob es nur Einbildung ist aber als ich bergauf aus dem 2. heraus kurz Vollgas gegeben habe, war ich regelrecht erschrocken über die schlagartige, gierige Leistungsexplosion, die mir in dieser Spontanität gar nicht mehr geläufig war. Wir hatten es heute erst in einer Whatsappgruppe davon, wie oft der ehem. Coupefreund Hitman 371 damals seinen LMM-Sensor reinigen musste, weil das Auto schlecht lief. Er hatte einen offenen K&N Pilz drin, die ja immer geölt werden müssen und nach kurzer Zeit eben immer einen kleinen Ölfilm davon auf dem Sensor. Also wird da schon was dran sein, dass der Zustand des LMM mehr an der Performance des Wagens beteiligt ist als man denkt.

    Der Knecht muss eilen, der Lord kann reisen.

    4 Mal editiert, zuletzt von ROTERBRECHER ()

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    Hi, Roterbrecher, da hast du wohl recht. Habe mich im Netz inzwischen ein wenig belesen, den LMM auseinanderzunehmen ist anscheinend keine gute Idee. Nun bin ich gerade dabei, den Luftmassensensorreiniger von Liqui Moly zu besorgen. Eine vormittagfüllende Aufgabe! Kein Mensch in Leipzig hat ihn auf Lager. Und online bis nächste Woche warten will ich nicht. Jetzt fahre ich doch tatsächlich 25 Kilometer in einen kleinen Nachbarort! Na ja, man hat ja sonst nichts zu tun! Ich bin übrigens guter Hoffnung, daß die Reinigung bei meinem Sensor auch etwas bringen wird. Du schreibst ja, das Sensorelement sei weiß. Ich sehe da in meinem Sensor buchstäblich nur schwarz. Wenn es also so dreckig ist, müßte die Reinigung hoffentlich durchschlagenden Erfolg haben. Werden sehen! Danke nochmals für die Informationen und ein gutes Wochenende! Ich werde wieder berichten.


    Gruß,

    Micha

  • Nun bin ich gerade dabei, den Luftmassensensorreiniger von Liqui Moly zu besorgen. Eine vormittagfüllende Aufgabe! Kein Mensch in Leipzig hat ihn auf Lager.

    Kann ich gut nachvollziehen, so ging es mir gestern mit dem Luftfilter.

    Ich wollte hier beim Stahlgruber und anderen Teile Hökern auf die Schnelle nen Luftfilter To Go mitnehmen wie von früher gewohnt. Aber die Zeiten sind lange vorbei, die haben das Coupe nicht mal mehr im System drin und haben mich angeguckt als ob ich ein Teil für ne Wehrmachtskarre von denen haben wollte😅.

    Hab jetzt über Amazon Prime einen Mann Filter C2571 für nen 10er bestellt und morgen ist er da.


    Bin mal gespannt, was Du nach der Reinigung des LMM-Sensors berichten kannst.

    Unten auf dem Bild ist noch mal das Sensorelement nach der Reinigung mit weißer Weste.

    Wobei der spezielle Sensorreiniger von Liqui Moly jetzt kein Muss ist. Mit den og. universelleren Sachen funktioniert das auch.

  • Also spezieller Reiniger ist auch eher Abzocke. Ganz einfaches Isopropanol ist das Beste was dem LLM passieren kann.

    Wenn du die Möglichkeit hast, lies vorher mal die Werte aus dem Steuergerät. Dann kannst du vergleichen, ob sich nach der Reinigung etwas geändert hat. Wichtig ist, wie oben schon geschrieben, den Sensor nicht berühren. Schön mit dem Isoprop Spray von allen Seiten reinigen und dann vollständig trocknen lassen. Im laufenden Betrieb auf keinen Fall reinigen. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber das Zeug brennt sehr gut und vor allem fast unsichtbar. Also gut trocknen und ausdampfen lassen. Eigentlich ist so ein LLM ja ziemlich simpel aufgebaut. Es gibt ein Heizelement und 2 Temperatursensoren. Einer musst die Temperatur der Luft und einer die Temperatur des Heizelementes. Dieses wird dann zwischen 160 und 180 Grad C über der Lufttemperatur erwärmt und dann kanns los gehen. Durch die vorbei strömende Luft kühlt sich das Heizelement ab und mit der Lufttemperatur zusammen kann das Steuergerät die Luftmenge errechnen.

    Man könnte es auch mit Ultraschall machen aber das ist zu teuer und geht nie kaputt ;)

    Aber wie gesagt, ich würde eine vorher/nachher Messung machen. Sonst rät man nur, ob die Aktion überhaupt etwas gebracht hat, oder ob man versehentlich den Fehler an anderer Stelle beseitigt hat.

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    Danke auch hier für die Hinweise. Leider habe ich die Abzocke in diesem Fall schon hinter mir, da ich den Reiniger von Liqui Moly gestern gekauft habe. War halt mein erster derartiger "Kontakt" mit dem LMM. Das nächste Mal bin ich dann schlauer. Der Sensor sieht jedenfalls nach der gestrigen Reinigung wieder ziemlich sauber aus, soweit man hineinschauen kann. Heute werde ich ihn wieder einbauen. Bin gespannt, ob sich etwas geändert hat. Immerhin hatte ich einige der im Netz ausführlich beschriebenen Probleme, wie unregelmäßigen, schwankenden Leerlauf, Ruckeln im Teillastbereich und eine gefühlt weniger "giftige" Leistungsentfaltung im Vergleich mit früheren Erfahrungen. Die Möglichkeit, die Werte aus dem Steuergerät auszulesen, habe ich leider nicht. Muß mich also leider auf mein "Popometer", bzw. Gefühl verlassen und bin neugierig, ob sich etwas tut. Immerhin wären ja auch nach nunmehr 232.000 Kilometern auch die Einspritzdüsen mal eine Überlegung - oder gar Prüfung/Überholung wert.


    Gruß,

    Micha

  • Ja na mehr als den Sensor korrekt sauber sprühen kann man eh nicht machen, das ist schon das Maximum des guten Willens. Wenn sich die Reinigung gelohnt hat also der LMM vorher dreckig genug war, dürfte man beim fahren oder beim Spritverbrauch auch entsprechend positive Effekte feststellen.


    Bei der Gelegenheit hatte ich gestern gleich auch den LMM des Alltags-Panda nach 17 Jahren und 123tkm mit gereiningt. Bei dem hat sich das richtig gelohnt, dort ballert die Kurbelgehäuseentlüftung noch vor dem LMM wieder ins System, sodass der Sensor auch richtig verölt war. Die Kiste läuft im Stand jetzt wieder so rund, dass man garnicht merkt, das der Motor überhaupt an ist. Vorher hatte er im Leerlauf schon lange immer sporadische "Verschluckungen" also so kleine Aussetzer. Jetzt läuft das wieder völlig glatt. Beim Panda ist der Sensor aber auch so entgegenkommend eingebaut, dass man ihn quasi gefechtsmässig, während der Rotphase einer Ampel reinigen kann😅. 1x 5er Torxschraube auf und schon hat man ihn in der Hand. Der kostet neu auch keine 20€ falls mal was damit wäre👌.

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    Der sieht mir allerdings eher nach dem MAP-Sensor aus, weil dort die Gase aus der Kurbelgehäuse-Entlüftung rückgeführt werden. Der MAF-Sensor (LMM) sitzt ja direkt hinter dem Luftfilterkasten und da strömen keine Gase aus dem Kurbelgehäuse durch. Er sieht auch ganz anders aus. - Du siehst, ich habe seit gestern gründlich im Internet gestöbert und mich über alle möglichen Sensoren informiert, die es bei modernen Autos so gibt. Soweit sie auch bei unseren Coupés vorhanden sind, werde ich sie nun der Reihe nach durchgehen. Ob der 20 VT einen MAP-Sensor hat, weiß ich noch nicht. Muß erst mal suchen.

  • Stimmt, der MAP-Sensor, hast recht👍.

    Beim 1.2 8V Sauger im Panda geht der Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung allerdings tatsächlich direkt in den Luftfilterkasten hinein, noch vor allen anderen, nachfolgenden Komponenten. Den habe ich letztes Jahr wegen einem Riss erst gewechselt. Das ist dort komplett anders gemacht als beim 20VT. Der MAP Sensor im Panda war deswegen nass glänzend vom Ölnebel, wie das beim LMM im Coupe baulich gar nicht möglich wäre. Aber seis drum, auf jeden Fall merkt man, dass Du Dich schön weitergebildet hast🙂👌. Ich muss mir das Wissen auch immer erst anlesen, wenn es irgendwelche Probleme gibt, bin ja kein Kfz-ler

    Der Knecht muss eilen, der Lord kann reisen.

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    Geht mir auch so. All' mein "Wissen" stammt vom Anlesen und insgesamt 50 Jahren "trial and error" an Dutzenden von Autos. Aber fragen könnte ich dich ja doch noch etwas, bevor ich mich auf die Suche mache. Weißt du vielleicht, ob unsere 20 VT einen MAP-Sensor haben und wo der ggfs. sitzt? Die Symptome bei Verschmutzung sollen ziemlich ähnlich denen am LMM sein.

  • Oh das weiss ich leider nicht. Eine kurze Google Suche hat ergeben, dass die 4 Zylinder Modelle wohl auf jeden Fall einen haben, denn da gibt es die entsprechenden Ersatzteile dazu.

    Bei den Fünfzylindern scheint das anders konstruiert zu sein, dort spuckt es nur den sündhaft teuer gehandelten Drucksensor mit dem grünen Stecker aus, der mittig an der Spritzwand sitzt (aber auch keiner Reinigung bedarf).

    Anbei noch ein Bild von der Rückseite des 20VT Motors. Dort befinden sich unterhalb der dicken Alu-Ansaugbrücke 4 Stecker. Evtl. gehört einer davon zum MAP Sensor, falls vorhanden. Evtl sitzt er auch seitlich der Ansaugbrücke im Bereich der Drosselklappe aber da bin ich komplett überfragt.

  • Also der 20VT hat keinen MAP Sensor.

    Das Steuergerät kennt also weder Ansaugrohrdruck noch Ladedruck. Es berechnet die eingespritzte Menge Benzin nur aus der Temperatur vom LMM, dem Temperatursensor nach dem Turbo, der Stellung der Drosselklappe und der Lambdasonde.

    Das war auch immer das Problem bei Nachrüstung einer Ladedruckanzeige. Man konnte quasi keinen bereits vorhandenen Sensor nutzen.


    Tino

  • Hallo zusammen

    Ich hatte ein sehr ähnliches Problem mit meinem Coupé 20V Turbo. Keine Motorkontrollleuchte, kein Notlauf, aber bei Vollgas gelegentlich ein kurzes Leistungsloch.


    ich hab den LMM ausgebaut und mit Liqui Moly Luftmassenmesser-Reiniger gereinigt. Optisch sah er zunächst gar nicht so schlimm aus, allerdings war im Gehäuse und auf dem Sensorelement ein leichter Ölfilm vorhanden.


    Den Sensor habe ich grosszügig mit dem Reiniger eingesprüht, etwa 20 Minuten trocknen lassen und wieder eingebaut.

    Nach der ersten Probefahrt war das Leistungsloch entweder komplett weg oder zumindest deutlich geringer.


    Natürlich muss ich das noch weiter beobachten, aber die Reinigung scheint bei mir definitiv etwas gebracht zu haben.

    Vielleicht hilft dieser Hinweis ja auch anderen, die ähnliche Symptome haben. Der Aufwand ist gering und einen Versuch wert, bevor man den LMM ersetzt.