Leistungsverlust /starkes Ruckeln beim Beschleunigen

  • Hallo Coupe Liebhaber / innen ,


    ich hätte mal eine Frage in die Runde, ich hab bei meinem Coupe das Problem das wenn ich beschleunige z.B. im 3. Gang das Auto Ladedruck ab 3500 rpm aufbaut und dann bei 4500 anfängt zu ruckeln.

    Wobei Ruckeln noch untertrieben ist es schüttelt einen richtig durch und gefühlt bremst der Motor richtig ab.

    Also Einspritzdüsen hab ich mal gecheckt und 2 wurden gewechselt aber verändert hat sich nichts.

    Benzindruck konnte ich nur im Stand messen und lag bei 3 Bar, wobei die Pumpe erst anfangs des Jahres neu reingekommen ist ( samt Benzinfilter).

    Das Problem ist einfach das der Coupe seid 2015 abgemeldet ist und jetzt die ersten Runden wieder gefahren werden.

    Ich habe jetzt die Ladedruckverrohrungen unter Verdacht aber würde sich das so bemerkbar machen?

    Er baut 1.2 bar auf aber wenn er anfängt zu stottern tanzt die Ladedruck anzeige hoch und runter.

    Das Auto ist gechippt seit seiner Auslieferung mit einen Hörmann Chip.


    P.S. AU und HU hat er aber Gott sei Dank bestanden:D.

    Und es leuchtet auch keine Kontrollleuchte und MES zeigt auch keine Fehler an.



    Deswegen meine Frage Luftmassenmesser würde denke ich nicht so "hart" bemerkbar sein oder?

    Ladedruck Verrohrung wird gecheckt aber auch das scheint mir einfach zu "hart" zu sein.

    Vllt. hat ja einer von euch eine Idee was da sein könnte.


    Gruß und schönen Sonntag.

  • Also wenn es ein richtig hartes Ruckeln ist, sind es meist zündaussetzer. Ich würde hier als erstes die Kerzen in Betracht ziehen. Ist deren elektrodenabstand zu groß, hat man genau bei hoher Last und hoher Drehzahl als erstes Aussetzer. Wenn die Kerzen i.o. sind, wären zuendspulen und Kerzenstecker die nächsten heißen Kandidaten.

    Gruß Alex

  • Hi, Alex hat den Weg ja schon vorgegeben. Ich würde auch erst die Kerzen prüfen, aber auch Luftzufuhr (Filter, Schläuche), Zündspulen und Einspritzdüsen. Ich hatte ein ähnliches Phänomen beim Peugeot 406. Lief gut, aber ab 160 km/h hatte der auch Zündaussetzer. Prüfung der Düsen durch Abdrücken ergab nichts. Spritzbild war unauffällig. Leider kann man sie nicht unter Last und wechselnden Fahrzuständen testen. Da alles andere ausgesclossen wurde, habe ich radikal alle 4 Düsen getauscht. Ab sofort war Ruhe. Motor lief einwandfrei. Ich hatte allerdings eine Fehlermeldung (gelbe Motorleuchte). Man muss einfach damit rechnen, dass Düsen nach ca. 180.000 bis 200.000 Kilometer verbraucht sein können. Das Problem beim Coupe - ausser den Kosten - ist, dass es die Düsen nicht mehr neu gibt, wenn man nicht China- Ware kaufen will. Evtl. in einer Fachwerkstatt überholen lassen. Übrigens, Durchspülen mit Keropur G oder Liqui Moly brachte bei mir nichts.

    Gruss, Micha

  • Guten Abend ,


    danke für eurer Tipps , ich war auch fleißig und hab mich mal dran gemacht alle Zündspulen samt Kerzen von einem funktionierenden Coupe zu nehmen.

    Das Ergebnis ist leider ernüchternd es hat sich nichts getan, ich bin auch mittlerweile der Meinung das sich der Turbolader verabschiedet hat.

    Er ist laut vorliegenden Rechnung vom Vorbesitzer erst 10tkm alt , aber sobald der Turbo an die 1 Bar Ladedruck kommt stockt das ganze Auto und es kommt dann zu Fehlzündungen.

    Die Ladeverrohrungen sehen soweit Ok aus , außer dem Stück unmittelbar vor der Drosselkappe , das ist aus so einem weichen Silicon dass es sich sicherlich aufbläht mit Ladedruck :/.

    Luftmassenmesser wurde auch mal getauscht und hat keine Veränderung gebracht.


    Also werde die Tage mal den Turbolader checken und dieses komische Silicon Schlauch gegen was anderes Tauschen und dann sehen wir mal.

    Trotzdem Danke .


    :thumbup::rolleyes::)

  • Hallo,

    erstmal, einen defekten Turbo hatte ich noch nicht und daher auch keine Erfahrungen damit. Ob er aber "Fehlzündungen" auslösen kann? Dagegen kenne ich Zündaussetzer durch defekte Einspritzdüsen recht gut. Auch sollten sie leichter zu demontieren und zu prüfen sein, als der Turbo. Mein Rat wäre daher, erstmal die Düsen zu prüfen, vielleicht gegen einen Satz sicher funktionierender zu tauschen, um auszuschließen, daß dies die Ursache ist. Wie oben bereits beschrieben, hatte ich damit Erfolg.


    Grüße,

    Micha

  • Hey ja ich habe mir nochmal 3 Einspritzdüsen bestellt und werde diese dann Tauschen, das Auto war 7 Jahre abgemeldet vllt. haben die sich ja irgendwie verstopft.

    Ich hoffe das es das ist ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende.

    Ich kann den Motor im Stand hochdrehen wie ich will aber im 3.gang z.b komme ich nicht über 5tsd Umdrehungen.

    Er ruckelt und nimmt einfach kein Gas mehr an auch bei leichten weiter beschleunigen kommt nichts mehr.

    Ich werde auch Mal den Benzindruck während der Fahrt messen vllt. ergibt sich daraus was.


    Danke nochmals

    Einmal editiert, zuletzt von coupelino ()

  • Ich würde es mit einem neuen Drosselklappenpoti probieren. Die Drosselklappenstellung ist eine der wichtigsten Parameter für die Berechnung der Einspritzmenge. So ein Poti ist ein mechanisches Bauteil und verschleißt ganz einfach. Auch der feine Abrieb der Schleifkontakte kann Rucken auslösen. Das Teil gibst für wenig Geld und ist in Minuten ausgetauscht.

    Gruß Micha

  • Mit der schlechten Diagnosefähigkeit ist das wirklich nicht so leicht zu finden. Eigentlich wäre es im ersten Step wichtig rauszufinden, ob das Problem von Einspritzung oder Zündung kommt.

    Wenn Du an einer Zündspule nen Abgriff baust für eine Diodenprüflampe und Dir diese mal vor die Windschutzscheibe klebst, müsste man erst mal erkennen, ob in der Situation die Zündspulen weiter angetaktet werden.
    Ist das nicht der Fall würde ich als nächstes schauen, ob aus dem Steuergerät noch ein Signal kommt in der Situation.

    Wenn nicht, wäre als erstes die Spannungsversorgung des Steuergerät in der Situation zu messen.

    Wenn aus dem Steuergerät hingegen ein Signal kommt, könnte auch die Leistungsendstufe der zündspulen hin sein oder ein Kabel/Stecker beschädigt.

    Aber da kann man alles weiter orakeln, wenn man erst mal wüsste, ob die Spulen angetaktet werden.

    Gruß Alex

  • Also Einspritzdüsen können es nicht sein.

    Ein Wechsel hat nichts gebracht, ich habe laut Multiecuscan nur eine Fehlermeldung und zwar Steuergerät defekt.

    Natürlich habe ich dieses schon ausgebaut gehabt und kontrollieren lassen und laut denen ist alles i.O.

    Doch langsam habe ich das Gefühl das es auch ein Masse Problem sein kann oder dass das Steuergerät so wie von Alex angedeutet im oberen Drehzahl Bereich kein Signal an die Zündspulen raus schickt.



    Ich werde also mein Wochenende Mal damit verbringen mit dem Werkstatt Handbuch jedes Masse Kabel zu überprüfen und wenn alles nichts hilft ein anderes Steuergerät einzubauen.


    Gruß

  • Ein verschlossener Kat sorgt normal nicht für Aussetzer sondern eher für massiven Leistungsverlust. Auf einer Ladedruckanzeige wird man auch sehen, dass sich kein Überdruck mehr aufbauen lässt.
    Ich denke wir suchen hier sehr sicher nach einem elektrischen/ elektronischen Problem.

    Was sich auch so äußert, wäre ein Problem mit der Drehzaherfassung. Wenn der Kurbelwellensensor/ Nockenwellensensor schadhaft ist, kommt das oftmals bei höheren Drehzahlen erstmals zum Vorschein. Habe ich selbst schon in einem 2.0tfsi erlebt.
    Wenn die Diagnose nichts sauber ausspuckt, kann man sich nur mit alten Methoden langsam vorarbeiten. Wenn das Steuergerät selbst Defekt meldet, ist das auch schon mal ein Zeichen. Eine kalte Lötstelle o.ä. da drin kann man auch nicht ausschließen. ECU Repair ist bei sowas recht fit. Aber vielleicht bekommt man vorher im Fahrzeug noch paar weitere Indizien zusammen

  • Ich hatte den Motor vor einem Motor draußen zwecks Zahnriemenwechsel, der Nockenwellensensor würde auch gegen ein originales Bosch Teil gewechselt.

    Leider weiß ich nicht ob das Problem auch davor bestand da der Zahnriemen 10 Jahre alt war und ich nicht damit rumfahren wollte.


    Kat und Auspuffanlage sahen aber optisch OK aus.

    Wäre es einer der Sensoren sollten die doch auch Probleme haben im Stand? Im Standgas bekomme ich das Auto aber bis in den Begrenzer.


    Wie macht sich ein defektes Pierburg Ventil bemerkbar ?

    Bzw. Ein nicht richtiges öffnen bzw schließen des Wastegates?

    Mal angenommen er würde aus irgendeinem einem Grund den ganzen Ladedruck in Vollast wegnehmen hätte ich ja auch kein Vortrieb mehr und ein falsches Misch verhältniss im Motor.?


    Ach wie schön war mein alter 16v Sauger einfache zuverlässige Technik 😜🤣.

  • So wie geahnt von ein paar, hat der Benzindruck obenrum stark abgebaut da sich der Filter der vor der Benzinpumpe ist stark verdreckt hatte.

    Ich hatte die Benzinpumpe ausgeschlossen weil sie neu war aber der im Tank hat sich wohl in den letzten Jahren viel Dreck angesammelt.

    Und ein Wechsel des Benzindruckregler hat auch noch Mal eine saubere Beschleunigung gebracht.

    Danke nochmal an alle , toll dass das "alte" Forum noch am Leben gehalten wird.


    Gruß

  • Schön, daß du das Problem letztlich gefunden hast. Bestärkt einen selbst auch immer wieder, hartnäckig zu bleiben. Gute Fahrt fortan, mit deiner alten, neuen Bella!


    Gruß,

    Micha

  • Hallo Coupelino,

    ein sehr interessanter Beitrag. Meine Frage, hast du dein Aus- und Wiedereinbau der Kraftstofffördereinheit

    dokumentiert? Wäre interessant zu wissen, wie du vorgegangen bist bzw., hast du hierfür eine Anleitung, die du hier

    posten könntest?

    Besten Dank!

    Anton

  • Hallo Anton, also dokumentiert habe ich es nicht aber es ist kein Hexenwerk beim Coupé.

    Im Grunde genommen musst du im Kofferraum die Klappe zur Pumpe öffnen (unter der Kofferraummatte), danach siehst du auch schon alle Anschlüsse die zur Benzinpumpe gehen.

    Da heißt es Vorsichtig alle Anschlüsse abziehen (die sind meistens porös) und dann den oberen weißen Kunstoffring öffnen.

    Dann kann man den ganzen Korb samt Benzinpumpe rausziehen.


    Alles selbsterklärend eigentlich wenn man schon bisschen geschraubt hat 😃.


    Gruß